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Ratschläge für die erste Zeit mit dem neuen Welpen

Umzug ins neue Heim::
Euer Welpe sollte am Tag der Abholung zu
Zweit abgeholt werden.
So kann sich der Beifahrer ganz um den kleinen neuen Mitfahrer kümmern, ihn auf
den Schoss nehmen und beruhigend streicheln.
Denn alles ist für ihn ungewohnt, beängstigend und fremd.
8 Wochen war er bei Mama und seinen Geschwistern und nun muss er seinen Weg
alleine weiter schreiten. Helft ihm dabei, mit liebevoller Zuwendung, Geduld
und Sicherheit, über die Trennung leichter hinweg zukommen.
Ladet nicht gleich sämtliche Freunde oder Nachbarn ein um ihn zu bewundern,
gebt ihm ein paar Tage Zeit seine neue Familie zu finden.
Lasst ihn in den ersten Nächten nicht alleine, entweder nehmt ihn mit ins Schlafzimmer auf seine Decke, oder legt euch mit ihm
ins Wohnzimmer.
So bekommt ihr ihn schnell stubenrein, denn wenn er wach wird muss er raus. Und
der Trennungsschmerz vergeht
im Nu!
Sorgt für eine ruhige, entspannte
Atmosphäre
Futter:
Bitte haltet euch an den mitgegebenen
Futterplan, besonders im ersten Jahr! Eine Futterumstellung könnte womöglich
die Verdauung zu sehr belasten, wichtiger noch, die Ausgewogenheit des Futters
könnte nicht stimmen und dies führt unweigerlich zu verschiedenen, -manchmal
nicht wieder gutzumachenden-, Problemen!
Der Umzug ins neue Heim ist ohnedies
schon anstrengend genug.
Autofahren:
Das weitere regelmässige Autofahren sollte
nur mit positiven Erlebnissen verbunden werden.
Füttert euren Welpen nie kurz vor der Fahrt da es dem Welpen leicht übel werden
könnte.
Fahrt am Anfang nur kurze Strecken (aber regelmässig) und belohnt ihn mit einem
Spiel oder kleinem Spaziergang.
Stubenreinheit:
Bringt euren Welpen nach jeder Mahlzeit, nach
jedem Schläfchen, nach jedem Spiel oder wenn er aufgeregt am Boden schnüffelt
ins Freie wo er sich lösen kann. Hier ist die Beobachtungsgabe gefragt, um so
schneller wird er sauber! Am besten sofort den Welpen auf den Arm nehmen und
nach draussen tragen.
Lobt ihn überschwänglich bei jedem
Geschäftchen.
Passiert ihm einmal ein Missgeschick in der
Wohnung, schimpft oder bestraft ihn bitte auf keinen Fall!! Schon gar nicht das
Näschen in sein Geschäft drücken!!
Statt dessen bringt ihn wortlos zu seinem Löseplatz und reinigt danach die
beschmutzte Stelle (Teppich, Fliesen) mit einem duftneutralisierenden Mittel.
Er wird bald gelernt haben wo sein Löseplatz ist und euch melden wenn er raus
muss.
Ankauen von Gegenständen:
Die beste Möglichkeit dies zu vermeiden ist,
dass ihr eurem Welpen gar keine Gelegenheit dazu gebt!
Macht eure Wohnung "hundesicher" und bietet ihm als Ersatz
Kauknochen, alte verknotete Socken und Tücher oder Hartgummispielzeug an um
sein natürliches Kaubedürfnis zu befriedigen.
Dies in der ersten Zeit aber NUR
unter Beobachtung(Erstickungsgefahr)!
Bedenkt aber bitte, dass der Retriever die
natürliche Veranlagung besitzt, Gegenstände mit sich herum zu tragen und wir
dieses ja auch fördern wollen.
Gewöhnung von Halsband und Leine:
Legt ihm das Halsband am Anfang beim Füttern
oder wenn ihr mit ihm spielt einige Minuten an.
(Aber nie ohne Aufsicht er könnte sich damit strangulieren)
Verbindet Halsband und Leine immer mit angenehmen, positiven Ereignissen.
Benutzt bei eurem Welpen und Junghund eine
normale Leine und ein Halsband mit Klickverschluss, keine Retriever- Moxonleine
die sich zuwürgt! Dies kann zu erheblichen Schäden der Schilddrüse, dem Nacken
und den Ellenbogen führen.
Diese praktischen Leinen bitte erst anwenden, wenn euer Hund, ohne zu ziehen,
an der Leine gehen kann!
Der Welpe sollte, so oft es geht, seine Erfahrungen ohne Leine machen.
Beschäftigung:
Verbringt so viel Zeit wie nur möglich mit
eurem Welpen um eine innige und vertrauensvolle Bindung aufzubauen.
Lasst euren Welpen die erste Zeit
NIE alleine!!!
Das alleine bleiben muss man in kleinen
Schritten anfangen.
Haltet eure Regeln ein, liebevoll, aber konsequent.Was man beim erwachsenen
Hund nicht will,
darf man ihm auch nicht als Welpen erlauben. Deshalb mit liebevoller Konsequenz
von vorne herein Dinge erlauben oder verbieten. Darf mein Hund aufs Sofa? Darf
er betteln bei euren Mahlzeiten? Bekommt er etwas vom Tisch? Darf er mich und
andere anspringen? (Geht dann lieber gleich in die Knie, er möchte euch nur
begrüssen)
Gefahrenquellen:
Geht mit den Augen eures kleinen Welpen durch
die Wohnung und den Garten, was könnte für ihn gefährlich werden?
Schaut nach Kleinteilen vom Spielzeug, Kabeln, Steckdosen, Pflanzen,
Teichanlagen, Treppenstufen und vieles mehr...Räumt es weg bzw. sichert es ab,
bevor etwas schlimmeres passiert!
Euer Welpe und Junghund darf im ersten 3/4 Jahr keine Treppen steigen oder aus
dem Kofferaum springen.(Verletzungsgefahr der Gelenke und Knochen)
Ihr könnt dies vermeinden wenn ihr kleine Rampen, z.B. aus Brettern über die
Stufen und hohen Absätze legt.
Bei glatten Fliesen empfehle ich rutschfeste Matten auszulegen, besonders im
Ein- und Ausgangsbereich.
Haltet euch bitte an den Zeitplan
wie lange ein Welpe und Junghund spazieren gehen darf.
Und das ist sehr wichtig für seine gesunde
Entwicklung der Gelenke!
1/4 Jahr-viertel Stunde, 1/2 Jahr-eine halbe
Stunde, 3/4 Jahr- dreiviertel Stunde spazieren gehen (am Tag insgesamt),
ansonsten spielen auf weichem Gelände (Wiese, Waldboden) auch und mit seinen gleichaltrigen Artgenossen.
Wiederum gilt: Das kontrolliert und dosiert.
Kinder und Welpe:
Kinder und Retriever passen hervorragend
zusammen.
Bitte beachtet aber, dass Kinder unter 4 Jahren nicht mit einem Welpen
unbeaufsichtigt und alleine gelassen werden sollten.
Zeigt euren Kindern, wie man einen Welpen liebevoll anfasst und streichelt.
Sorgt dafür, dass der Welpe genügend Ruhephasen
bekommt, erklärt euren Kindern, dass sie ihn schlafen lassen müssen wenn er
sich zurück zieht.
Setzt bestimmte Regeln auf!
Gebt euren Kindern bestimmte Aufgaben die sie erfüllen können: z.B. Helfen bei
der Zubereitung des Futters, Fellpflege, gemeinsame kleine Spaziergänge,
einhalten von kleineren Befehlen. Lobt eure Kinder bei der Mithilfe.
Gebt euren Kindern keinen Grund zur
Eifersucht.
Schreitet ein, wenn eure Kinder grob mit dem
Welpen umgehen, ihn z.B. an der Leine mitzerren... usw.
Erklärt, dass der Hund genauso Schmerzen wie wir empfindet.
Bitte denkt dran: Die Hauptverantwortung, Erziehung und Ausbildung muss in den Händen von
Erwachsenen liegen.
Umwelt und andere Hunde:
In der ersten Zeit ist, für euren Welpen,
vieles neu und fremd. Nehmt ihn viel dahin mit, wo ihr auch gerne hingeht.
Alles will und muss entdeckt werden, gebt ihm die Möglichkeit, von Anfang an,
soziale Kontakte mit Zwei- und Vierbeinern zu knüpfen!
Und das möglichst ohne Leine!
Lasst ihn mit seinen Artgenossen kontrolliert
spielen, er braucht diese Kontakte für seine Entwicklung.
Achtet aber bitte auf die Spielzeiten, ein kleiner Welpe kann schnell
überfordert werden.
Führt ihn mit der Zeit, an neue Eindrücke heran, mit lobender lockender Stimme.
So dass euer Welpe positiv bestärkt an neue Umwelteindrücke gewöhnt wird.
Je selbstverständlicher ihr ihm die neue grosse Welt zeigt um so sicherer wird
euer neuer Freund fürs Leben. So dass ihr später euren Hund einen -typischen Vertreter dieser Rasse- nennen könnt!
Ich wünsche euch eine wunderschöne
Aufzucht und ein liebevolles, geduldiges Händchen! Und ihr wisst, wenn es
brenzlig wird: Zum Telefonhörer greifen und mich ANRUFEN!!
TIPP:
Lest euch doch nochmal die Welpengedanken durch!
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