Die Sinne unseres Hundes
Geruchsinn

Die
Nasenschleimhaut des Hundes ist um ein Vielfaches größer als beim Menschen und
ist natürlich auch mit der entsprechenden Menge an Geruchszellen ausgestattet.
Allerdings haben nicht alle Hunderassen einen gleich feinen Geruchssinn.
Bei den
kurzschädeligen Rassen mit kurzem Fang ist die Oberfläche der Nasenschleimhaut
kleiner als bei den Hunden mit langem Fang. Die Schleimhaut des Boxers ist etwa
85,3 Quadratzentimeter groß, während die des Deutschen Schäferhundes bis zu 200
Quadratzentimeter groß sein kann. Von Geburt an benutzt der Hund seinen
Geruchssinn: Dieser Sinn ist es nämlich, der das Neugeborene zu den Zitzen
seiner Mutter führt.
Sehen

Hunde sind
eindeutig "Bewegungsseher" uns Menschen darin aber um vieles voraus.
Sie sind in der Lage selbst kleinste, sich blitzschnell bewegende Tiere auch
über größere Entfernungen (bis ca. 1000 m) hin wahrzunehmen.
Die
Sehschärfe liegt zwischen ca. 7 und 100 m, aber in größeren Entfernungen würde
der Hund selbst ein stillstehendes Herrchen oder Frauchen nicht erkennen, denn
ohne eine Bewegungen kann er Objekte nicht gut ausmachen. Egal ob es sich um
eine nicht bewegende Person oder einen liegenden Ball handelt, es kann vom Hund
nur sehr schlecht oder auch gar nicht wahrgenommen und wenn dann erst auf sehr
kurze Distanz lokalisiert werden. Eventuell
fehlt dem Hundeauge die dazu benötigte Schärfentiefe.
Die
Augenleistung des Hundes dürfte der des Menschen bei Tage unterlegen sein, in
der Dämmerung und des Nachts liegt sie jedoch über der des Menschen. Weiterhin
ist uns der Hund auch noch im Seitwärtssehen einiges voraus. Durch seine etwas
seitlich angeordneten Augen, hat der Hund ein erweitertes Gesichtsfeld
(darunter versteht man den überschaubaren Teil des Raumes, ohne das der Kopf
oder die Augen bewegt werden müssen).
Den
Blickwinkel eines Hunde kann man sich ungefähr so vorstellen, als ob man durch
ein Weitwinkelobjektiv schauen würden, d.h. auch Bewegungen am äußerstem Rand
des Gesichtsfeldes werden sehr genau wahrgenommen. Doch alles
in allem ist seine Sehleistung der unseren unterlegen. Soviel steht fest, denn
Hunde sehen längt nicht so detailliert und erst recht nicht so plastisch wie
ein Mensch.
Da unsere
Hunde leider nicht sprechen können, wird es wohl immer ein Rätsel bleiben, ob
sie nur Schwarzweiß sehen oder auch einige Farben unterscheiden können. Fest
steht jedoch, daß im Hundeauge weniger für das Farbsehen verantwortliche
Zäpfchen vorhanden sind als im Menschenauge.
Hören
Das Gehör
unserer Hunde ist viel feiner abgestimmt als das des Menschen. Er nimmt
Geräusche schon viel früher wahr, als wir es tun. Der Hund kann ein Geräusch
innerhalb von nur 0,06 Sekunden lokalisieren und außerdem für das menschliche
Ohr unhörbare Töne wahrnehmen, wie z.B. Ultraschall. Selbst im Schlaf reagieren
Hunde auf die leisesten Geräusche und sind sofort hellwach.
Hunde
benutzten zuerst nur ein Ohr, um den Ton zu orten, dann alle beide, um die
Schallwellen aufzufangen und schließlich ins Innenohr weiterzuleiten, denn dank
der Größe und der Beweglichkeit seiner Ohrmuscheln kann ein Hund Töne besser
wahrnehmen als der Mensch, besonders wenn sie aufrecht stehende Ohren haben. Er
kann seine Ohren nämlich in Richtung der Klangquelle wenden
Bemerkenswert
ist auch, dass sich der Frequenzbereich der wahrnehmbaren Geräusche von Mensch
und Hund signifikant unterscheiden: Der Mensch nimmt Geräusche von 16 bis
20.000 Schwingungen pro Sekunde (Hz) wahr, der Hund von 60 bis 80.000 Hz.
Niederfrequente Töne sind dem Hund nicht zugänglich, dafür jedoch Geräusche im
Ultraschallbereich, die für den Menschen nicht wahrnehmbar sind.
Geschmackssinn

Hunde haben
einen gut ausgeprägten Geschmackssinn, der sich aber von dem unseren
unterscheidet. Der Hund hat ungefähr sechsmal weniger Geschmackspapillen als
der Mensch. Man hat herausgefunden, das Hunde in der Lage sind, süß, salzig,
sauer und bitter zu unterscheiden. Wahrscheinlich unterteilt er seine
Geschmackseindrücke in "angenehm", "neutral" und "
unangenehm".Die
Einteilung ob etwas gut, neutral oder ekelig, kann man manchmal nicht nachvollziehen.
Ich bin
überrascht was manchmal abgelehnt wird, z.B. Erdbeeren, und anderes, z.B. rohe
Paprika, gerne angenommen. Meine Hunde
haben auch alle unterschiedliche Vorlieben, die eine mag Bananen für ihr Leben
gern, die andere schüttelt den Kopf und geht:-) Auch viele
süße Sachen würden sie essen wenn sie dürften. Auch eine
Vorliebe für Aas und andere für uns unapetitlich riechende Dinge finden sie
angenehm.
Tastsinn

Mit Hilfe
seiner Tasthaare an den Lefzen, den Augenbrauen, den Ohren und den
Beinaußenseiten gelingt es dem Hund, sich im Dunkeln und an engen Stellen
tastend zu orientieren. Dies kann er allerdings längst nicht so gut wie eine
Katze. Bei vielen Rassen sind die Tasthaare auch nur noch an den Lefzen und
Augenbrauen vorhanden. Mit der Zunge, dem Nasenschwamm, den Lefzen und mit den
Pfotenballen kann der Hund ebenfalls tasten. Er unterscheidet damit Wärme und
Kälte, Weiches und Hartes.

Fotoausschnitte von Cisco:-)